
Unter dem Motto „Begegnung, Vernetzung und Ressourcenaktivierung als Stärkung in herausfordernden Zeiten“ traf sich im Juni unser Fachkräftenetzwerk. Denn auch Fachkräfte in der Traumaarbeit und in der Begleitung belasteter Menschen brauchen Orte, an denen sie Kraft tanken, sich fachlich austauschen und sich gegenseitig unterstützen können. Dies wollten wir ganz praktisch umsetzen.
Begegnung und fachlicher Austausch
Am wunderbaren Labenbachhof, der in der Frühsommersonne besonders leuchtet und dessen Umgebung Ruhe und Schönheit ausstrahlt, hatten wir Zeit, uns zu begegnen und kennenzulernen. Immer wieder kommen kompetente Fachleute neu in unser Netzwerk. Sie ergänzen es mit ihren Erfahrungen und ihrem Know-how und unterstützen so unsere Arbeit.
Um die Vielfalt unserer Arbeit als kleine Organisation aufrechterhalten zu können, sind wir auf diese Zusammenarbeit angewiesen. Gleichzeitig soll das Netzwerk nicht nur in eine Richtung wirken. Im intensiven fachlichen Austausch wurden die Anliegen und Fragen aller Netzwerkmitglieder diskutiert und beleuchtet sowie Ideen zusammengetragen und weiterentwickelt. Dafür planen wir bei unseren Treffen immer ausreichend Zeit ein.
Eigene Ressourcen stärken
Dieses Mal stand die Stärkung unserer eigenen Ressourcen und Kräfte im Fokus. Dazu beschäftigten wir uns mit unserem Körper und übten mit der Methode „Tension and Trauma Releasing Exercises“ (TRE), um Spannungen zu lösen und Entspannung zu erleben.
In einer kreativen Einheit gestalteten wir Collagen zu der Frage: „Woran möchtest du dich am 20. Juni 2027 erinnern?” Wie möchtest du dich fühlen und was möchtest du bis dahin geschafft haben?” Diese Fragen gaben wunderbare Impulse für kreatives Denken und Sein. In einer Imagination begegneten wir außerdem unserem persönlichen Kraftwesen oder Krafttier.
Dass dieses Anliegen gelungen ist, brachte das Feedback eines Kollegen auf den Punkt: „Ich komme immer wieder sehr gerne hierher! Für mich hat sich dieses Wochenende zu meinen persönlichen Ressourcentagen entwickelt.“ Genau das wollten wir mit unserem Netzwerktreffen erreichen.
Ausblick: Integrative Community Therapy ab 2027
Ein weiterer besonderer Impuls unseres Netzwerktreffens war eine Einheit zur Integrativen Community Therapy (ICT). Dieser gemeinschaftsorientierte Ansatz stärkt Menschen, indem er einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitiges Zuhören und die Aktivierung eigener Ressourcen schafft.
Die Integrative Community Therapy wird deshalb Teil unseres Weiterbildungsangebots. Ab 2027 bieten wir erstmals eine Weiterbildung in dieser Methode an und freuen uns darauf, diesen ressourcenorientierten Ansatz gemeinsam mit weiteren Fachkräften zu vertiefen.
Regina Miehling, Projektmanagement Inland, Seminare und Weiterbildung








