Über die Integrative Community Therapy (ICT)
Die Integrative Community Therapy (ICT) wurde von Prof. Adalberto Barreto, einem Psychiater, Theologen und Anthropologen, in den benachteiligten Stadtvierteln Brasiliens entwickelt. Ausgangspunkt war die Frage, wie Menschen auch unter schwierigen Lebensbedingungen durch Gemeinschaft gestärkt und stabilisiert werden können.
Ziel der ICT ist der Aufbau unterstützender sozialer Netzwerke, um das Wohlbefinden zu fördern, Resilienz zu stärken und die Ressourcen und Fähigkeiten von Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften zu mobilisieren. Die Treffen sind offene, regelmäßige Gruppenangebote, in denen Menschen Themen aus ihrem Alltag einbringen, Erfahrungen teilen und einander zuhören.
Dabei handelt es sich nicht um Psychotherapie, sondern um eine gemeinschaftsorientierte gruppentherapeutische Methode, die in unterschiedlichen Kontexten und Lebensphasen angewendet werden kann. In den ICT-Sitzungen stehen die Bewältigungsstrategien und Ressourcen der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Kulturelle Ausdrucksformen wie Lieder, Gedichte oder Geschichten bereichern die Begegnungen und stärken die Gemeinschaft.
Angesichts zunehmender Individualisierung, wachsender Einsamkeit und Überforderung durch multiple gesellschaftliche Krisen schafft die ICT Räume der Begegnung und stärkt die soziale Verbundenheit.
Über die Weiterbildung
Die Weiterbildung orientiert sich an den internationalen Ausbildungsstandards der ICT. Sie umfasst:
- zwei Präsenzmodule zur Vermittlung der Grundlagen und Selbsterfahrung der ICT
- fünf Online-Module zur Vertiefung des Gelernten und Supervision der Praxiseinsätze
- begleitete Praxis
Eine Besonderheit der Weiterbildung ist die unmittelbare Verbindung von Lernen und Praxis: Alle Teilnehmenden setzen das Gelernte bereits während der Weiterbildung in eigenen ICT-Gruppen praktisch um.
Zielgruppe
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte und Ehrenamtliche aus pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern (z. B. Sozialarbeiter:innen, Lehrkräfte, Erzieher:innen) sowie Mitarbeitende in psychosozialen, kirchlichen und anderen gemeinwesenorientierten Kontexten.
Die Weiterbildung eignet sich besonders für Personen, die Interesse daran haben, die Methode der Integrativen Community Therapy in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern kennenzulernen, anzuwenden und nachhaltig zu integrieren.
Termine
Modul 1: 21.–24. Januar 2027 (Präsenz)
Modul 2: 6.–7. März 2027 (online)
Modul 3: 5.–6. Juni 2027 (online)
Modul 4: 17.–18. Juli 2027 (online)
Modul 5: 2.–3. Oktober 2027 (online)
Modul 6: 14.–17. November 2027 (Präsenz)
Modul 7: 11.–12. März 2028 (online)
Anmeldung
Anmeldefrist: 1. November 2027










