
„Zwischen Bergen, leckerem Essen und lieben Menschen bin ich in der Körperarbeit mir selbst und den anderen begegnet. Es war eine praxisnahe Fortbildung, bei der alles stimmte: der Ort, das Leitungsteam und der körpertherapeutische Inhalt, der sich einfach so ins Leben integriert.“ So beschreibt eine Teilnehmerin ihre Erfahrung nach Abschluss unserer dreiteiligen Fortbildungsreihe „Unser Körper trägt mit – Traumasensible Körperarbeit nach den flexiblen Power-Response-Leitlinien“, die wir im Januar abgeschlossen haben.
Doch worum geht es in dieser Weiterbildung konkret? Im Mittelpunkt steht die körperorientierte Methode Power-Response, die mit einem grundlegenden Bewegungsprinzip arbeitet: Aktion und Reaktion. In der Fortbildung haben wir uns den Körperreaktionen angenähert, die Menschen bei Gefahr als Überlebensreaktionen zeigen – Flucht, Kampf, Spannung oder Erstarrung. Ein besonderer Fokus lag darauf zu verstehen und zu erfahren, was dem Körper hilft, aus alten, abgespeicherten Mustern herauszufinden, die bei Betroffenen nicht selten für anhaltende Beschwerden verantwortlich sind.
Im intensiven Üben einfacher Bewegungssequenzen wurde für die Teilnehmerinnen spürbar, wie der Körper wieder in Balance und Rhythmus kommen kann. Wir haben ausprobiert, erarbeitet und reflektiert, wie dieses methodische Körperwissen Menschen mit Traumaerfahrungen dabei unterstützt, gedanklich und emotional freier zu werden, sich besser zu orientieren und die Schranken von Trauma im Körper zu lösen.
Getragen wurde die Fortbildung dabei auch von der großen Erfahrung unserer Körpertrainer:innen Gaby Eder und Dieter Meyer, die ihr fundiertes Traumawissen lebendig und praxisnah einbrachten.
Eine Teilnehmerin fasst ihren Lernprozess so zusammen: „Beim ersten Modul konnte ich mir noch nicht vorstellen, wie viel ich am Ende von Modul 3 mitnehmen werde. Es sind nicht nur Fachkenntnisse und Methoden, sondern vor allem der wohlwollende Blick auf Menschen und ihren Körper im Zusammenhang mit Trauma, den die Referent:innen so anschaulich vermittelten. Durch das Erleben am eigenen Leib wird klar, um was es geht. Vielen Dank!“
Uns allen hat es große Freude gemacht, in der Verbindung von Körper und Kopf und in Gemeinschaft die Möglichkeiten von Veränderung und Heilung nach Trauma auszuloten und zu erleben, wie tragfähig und stärkend körperorientierte Arbeit sein kann.
Für alle, deren Interesse geweckt ist: Die nächste Ausbildungsrunde startet am im April 2027. Mehr Informationen finden Sie hier.
Regina Miehling








